? Wien 2006

Wien 2006

Meine erste Städtereise

Einen Städtetrip mitten im Sommer stellten wir uns zunächst sehr heiß vor, doch regnete es schon am ersten Tag. Das wetter war insgesamt den ganzen Urlaub über ziemlich durchwachsen. Wir besichtigten den Stephansdom und stiegen den Turm hinauf. Von dort hat man eine wunderbare Aussicht über ganz Wien. Leider wurde die Fassade vom Dom renoviert, so dass der Blick auf ihn durch Baugerüste getrübt wurde. Auf der Fahrt mit den Ring-Straßenbahnlinien haben wir das wichtigste an Wien sehen können, da sie an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführen. So kann man sich eine Stadtrundfahrt sparen. Die Fußgängerzonen "Kärntner Straße" und "Graben" sind durch ihre Geschäfte geprägt. Auf der Straße haben viele Cafes und Kneipen den Außenbereich, wo man gemütlich sitzen und etwas Essen und trinken kann. In Wien gibt es eine Synagoge, die man in Form einer Führung besuchen kann. Die Sicherheitskontrolle beim Betreten der synagoge ist extrem. Eine Person wird mindestens 5 Minuten durchsucht und ausgefragt, warum die Synagoge besucht werden möchte. Ich verstehe zwar die Gefahr, finde es jedoch übertrieben, da die Kontrollen strenger als an Flughäfen in Europa sind. Die Führung war sehr interessant und es wurde viel über Geschichte und jüdischen Glauben erzählt. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das Hunderwasserhaus, das per Straßenbahn erreichbar ist. Es zeichnet sich durch gewagte Geometrien aus, so dass alles irgendwie schräg und ungerade verläüft. Lecker Essen und günstigen und guten Wein kann man in den Heurigen genießen. Diese bieten einfache Küche wie Krustenbraten und gute, selbst gemachte Weine an. Im Sommer kann man draußen im Garten sitzen und die Ruhe auf sich wirken lassen, da die heurigen am Stadtrand Wiens liegen. Das größte Schnitzel Wiens haben wir im dafür berühmten Restaurant "Fieglmüller" gegessen. Die Wiener Schnitzel, die gedoch auch Ihren Preis haben (13,50 Euro ohne Beilagen), reichen über den Tellerrand hinaus. Dafür sind sie aber hauchdünn, so dass sie von der Menge her locker schaffbar sind. Vom Geschmack her sind sie hervorragend. Wir besichtigten auch das Schloss Schönbrunn. Dafür liessen wir uns einen ganzen Tag Zeit, da es etwas außerhalb Wiens liegt. Obwohl es ein beachtlicher Bau ist und es auch noch von vielen Prachtbauten und Gärten umgeben ist, finde ich es als Art Touristenattraktion. Horrende Eintrittspreise und Führungen mit Audioguide sind für diese Preiskklasse einfach nicht angebracht. Was es im Schloss hauptsächlich zu sehen gibt sind teure Materialien in den Räumen.