? Kuba 2005

Kuba 2005

Sommer, Sonne, Strand und Kultur

Ankunft auf Kuba

Nachdem der Zug nach Frankfurt schon beinahe zwei Stunden Verspätung hatte, kamen wir nur 45 Minuten vor Abflug am Terminal an. Wir mussten noch ein Zettelchen vom Schalter abholen und im Flugzeug ausfüllen, um nach Kuba einreisen zu dürfen. In aller Eile wurden wir am Check-in abgefertigt, bekamen aber dennoch ein gutes Plätzchen im Flugzeug. Bei Ankunft auf Kuba regnete es sehr stark und unser Gepäck wurde leicht nass. Wir wurden von einem kleinen Autobus abgeholt und in unser Hotel gebracht. Nachdem wir eine Stunde warten mussten, bis unser Zimmer fertig war, packten wir erst einmal unsere Klamotten aus und legten die durchnässten Stücke zum Trocknen auf den Balkon. Danach probierten wir mal ein paar Cocktails in der Lobby und legten uns, von den Strapazen ermüdet, ins Bett.

Die nächsten zwei Tage verbrachten wir am Strand in Varadero und genossen das schöne Wetter und das kristallklare Wasser des Atlantiks.

Meerbucht Strand Hotelaussicht
eine Bucht am Strand Der Strand vor dem Hotel Aussicht aus dem Hotelzimmer

Beginn der Rundreise

Wir fuhren von Varadero nach Havanna. Auf der Autobahn wurde ein Fahrstreifen dazu missbraucht, Reis zu trocknen. So schön die Insel auch ist, sie ist sehr arm. Menschenmassen werden auf der Ladefläche von LKW's transportiert, alle Busse sind überfüllt und kaum jemand besitzt ein eigenes Auto. Die Autos auf Kuba sind alte amerikanische Karossen oder wurden in den 60er und 70er Jahren aus den ehemaligen Ostblockstaaten importiert. Kaum etwas ist original und was nicht passt wird passend gemacht. So sind meist Getriebe, Motor, Kupplung usw. aus verschiedenen Modellen verschiedener Marken zusammengezimmert. Trotzdem sehen die alten amerikanischen Karossen super aus.
Fahrt Bruecke
Fahrt nach Havanna schöne Landschaft

Havanna

In Havanna erinnert Vieles an die Revolution. Die Zeit wird nach dem Sieg der Revolution neu gemessen. Unser Reiseleiter sagte immer: "X Jahre nach dem Sieg der Revolution ...". Ein Platz in Havanna heißt z.B. Platz der Revolution. Darüber hinaus sind öffentliche Gebäudefassaden mit Bilder von Ernesto Che Guevara bemalt oder bestückt. Auffällig ist auch, dass staatliche Gebäude sehr gepflegt erscheinen, wohingegen private Wohnhäuser teils sehr stark heruntergekommen sind. Die Häuserfassaden sind aber trotzdem meist sehr schön.

Abends schlendern die Jugend und die Junggebliebenen am Malecon (Strandpromenade) entlang und trinken weißen Rum. Es gibt auch sehr viele Kneipen, die aber hauptsächlich mit Touristen gefüllt sind. Eine sehr schöne Kneipe ist das Cafe Monserat, in dem einheimische Musikkapellen sehr guten Son (traditionelle kubanische Musik) spielen. Wir waren auch in der legendären "La Bodegita del Medio", einer kleinen Kneipe, in der Ernest Hemingway seine Mojitas getrunken hat. Obwohl es sehr gemütlich drinnen ist, kommt es eienem so vor als werden dort nur Mojitos gemixt, da auf dem Tresen schon etwa 10 Stück stehen. Sehr enttäuscht waren wir vom Cafe Paris. Dort setzten wir uns an einen Tisch, an dem ein Päärchen sitzte. Der Mann war sehr freundlich und unterhielt sich mit uns. Irgendwann verschwanden beide und als wir zahlen wollten, wollte der Kellner die Zeche von dem Paar von uns bezahlt haben. Er ließ nicht mit sich reden, bis ich richtig sauer wurde. Dann holte der Kellner den Mann und fragte, ob es der besagte sei. Dann regelte sich eigenartigerweise alleswieder. Ich hatte den Eindruck, dass die drei zusammen gehören und Touristen abkasssieren wollen.

Gründung
Grundstein von Havanna

Pinar del Rio und Valle de Vinales

Auf der Fahrt nach Havanna konnten wir einen ersten Eindruck von der wunderschönen Landschaft Kubas erhalten. Das Valle de Vinales ist ein sehr schönes Tal in der Provinz Pinar del Rio. Beeindruckende Felswände sind hier die Hauptattraktion.
Pinar del Rio
schöner Ausblick

Flug von Havanna nach Santiago de Cuba

An diesem Tag stand der Flug von Havanna nach Santiago de Cuba an. Auf dem Flughafen musste ich bei der Personenkontrolle meine Schuhe ausziehen, da sie Stahlkappen hatten. Das Flughafenpersonal fand das sehr lustig, anscheinend gab es so etwas noch nicht so oft auf Kuba. Der Flug war ganz lustig, wir flogen mit einer zweimotorrigen Propellermaschine und erhielten Bonbons statt Essen. Ich fand es sehr interessant. In Santiago de Cuba angekommen, fuhren wir zu unserem Hotel. Es war ein kommunistischer Plattenbau, aber ganz ok. Als wir das Hotel verließen, kamen sofort Scharen von Leuten auf uns zu und wollten uns die Stadt zeigen. Angeblich hätten sie kein Geld dafür verlangt, aber Mitreisende machten da andere Erfahrungen.

Santiago de Cuba

In Santiago de Cuba besuchten wir zuerst den Friedhof. Hier liegen die Familienangehörige des Bacardi-Clans und der Nationalheld José Julián Martí y Pérez. Für letzteren stehen sogar Wachen, die eine zeremonielle Wachablösung durchführen. Die Innenstadt von Santiago de Cuba hat auch einige sehenswerte Plätze und eine lange schmale Einkaufsstraße. Etwa 10 km entfernt liegt eine Festung, das Castillo del Morro. Es ist auf jeden Fall einen Besuch wert, auch wenn es fast 40°C hatte. Abends fuhren wir in das Casa de la Musica und ließen uns von der guten Salsa-Musik verwöhnen. Hier begann meine Leidenschaft für Salsa, da ich hier das erste mal echtes Salsatanzen gesehen habe.
Bacardi Wache El Morro
Grab der Familie Bacardi Wache vor einem Grab Festung El Morro

Bayamo

Im Zentrum von Bayamo liegt wieder ein großer Platz mit einem Denkmal eines Schriftstellers. Ansonsten gibt es nichts besonderes, bis auf die schönen Fassaden, die es aber in jeder größeren stadt auf Kuba gibt.
Monument Che Salsa
Schriftstellerdenkmal Che am Dach Salsaband

Von Trinidad zurück nach Varadero

Wir waren die erste Reisegruppe, die Trinidad nach dem Wüten des Wirbelsturms besuchen durften. Ich finde, es ist eine sehr schöne Stadt mit gepflasterten Gehwegen und schönen, alten Herrenhäusern. Eine richtig gemütliche Stadt. Wir fuhren nach dem Trinidad-Besuch zurück nach Varadero, wo wir uns sogleich ein paar Zombies genehmigten. Die restlichen Tage verbrachten wir in unserer Hotelanlage und an dem wunderschönen weißen Sandstrand. Wir ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen und genossen die Ruhe.
Pillnitz
Trinidad